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Psychedelische Integration — Erfahrungen verstehen, verarbeiten und nachhaltig in den Alltag integrieren.

Psychedelische Integration

Der umfassende Integrationskurs für alle, die eine psychedelische Erfahrung verarbeiten und in ihr Leben einbetten möchten. Von Neurowissenschaft über Schattenarbeit bis hin zu Langzeit-Integration — 12 Module für nachhaltigen Wandel.

Was du lernst

  • Du hast eine strukturierte Selbsteinschätzung in vier Dimensionen durchgeführt
  • Du erkennst, welche Bereiche nach deiner Erfahrung besondere Aufmerksamkeit brauchen
  • Du hast eine persönliche Integrations-Baseline erstellt

Wo stehst du gerade?

Bevor wir in die Tiefe gehen, brauchen wir einen Startpunkt. Nicht wo du hinwillst — sondern wo du jetzt bist. Ehrlich. Ungefiltert.

Diese Bestandsaufnahme ist keine Prüfung. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Es ist ein Spiegel, den du dir selbst vorhältst.

Die vier Dimensionen

Integration betrifft dein ganzes Sein — nicht nur deinen Kopf. Deswegen schauen wir uns vier Bereiche an:

🧠 Kopf — Deine kognitive Landschaft

  • Wie klar sind deine Gedanken seit der Erfahrung?
  • Gibt es Einsichten, die du „verstanden" hast, aber noch nicht lebst?
  • Kreisen deine Gedanken um bestimmte Themen?
  • Hast du das Gefühl, die Erfahrung „einordnen" zu können — oder fühlt sie sich noch chaotisch an?

🫀 Körper — Deine somatische Landschaft

  • Wie fühlst du dich körperlich seit der Erfahrung?
  • Gibt es neue Empfindungen — Spannungen, Wärme, Taubheit, Kribbeln?
  • Hat sich dein Verhältnis zu deinem Körper verändert?
  • Spürst du deinen Körper besser — oder weniger?

❤️ Herz — Deine emotionale Landschaft

  • Welche Emotionen sind gerade dominant?
  • Gibt es Gefühle, die neu sind oder intensiver als gewohnt?
  • Kannst du Emotionen zulassen, oder drängst du sie weg?
  • Fühlst du dich emotional stabil — oder schwankst du stark?

✨ Geist — Deine existenzielle Landschaft

  • Hat sich dein Blick auf das Leben verändert?
  • Gibt es neue Fragen — über Sinn, Verbundenheit, Sterblichkeit?
  • Fühlst du dich spirituell angesprochen — oder verwirrt?
  • Wie passt deine Erfahrung in dein bisheriges Weltbild?

Die Landkarte erstellen

Nimm dir jetzt 20–30 Minuten für die Selbsteinschätzung in der Übungsbox rechts. Das ist keine Aufgabe, die du „schnell erledigen" solltest. Es ist vielleicht die wichtigste Übung des gesamten Kurses.

Wenn du die vier Dimensionen bewertet hast, schau dir das Gesamtbild an:

  • Welche Dimension hat die niedrigste Bewertung? Das ist wahrscheinlich der Bereich, der am meisten Aufmerksamkeit braucht.
  • Welche Dimension hat die höchste? Das ist deine aktuelle Ressource — dein Anker.
  • Gibt es große Unterschiede zwischen den Dimensionen? Das kann auf ein Ungleichgewicht hinweisen.

Typische Muster nach psychedelischen Erfahrungen

Manche Muster tauchen häufig auf:

Kopf hoch, Körper niedrig: Du hast viel „verstanden", aber dein Körper hat die Erfahrung noch nicht verarbeitet. Somatische Integration (Modul 6) wird besonders wichtig für dich.

Herz hoch, Kopf niedrig: Du fühlst viel, aber kannst es nicht einordnen. Narrative Integration (Modul 7) kann helfen, Worte für das Gefühlte zu finden.

Geist hoch, alles andere niedrig: Du hattest eine tiefgreifende existenzielle Erfahrung, die noch keinen Boden gefunden hat. Die Module zu Werten (10), Spiritualität (11) und Langzeitintegration (12) werden dir helfen.

Alles mittel: Du stehst solide, aber es gibt keinen klaren Fokuspunkt. Arbeite die Module der Reihe nach durch und schau, was resoniert.

Deine Baseline

Bewahre deine Selbsteinschätzung sorgfältig auf. In Modul 12 wirst du sie wiederholen und vergleichen. Nicht um „Fortschritt zu messen" — sondern um zu sehen, was sich verändert hat, wenn du bewusst mit deiner Erfahrung arbeitest.

Hinweis: Wenn deine Selbsteinschätzung zeigt, dass du in einem oder mehreren Bereichen unter 3 liegst und das seit der Erfahrung anhält, erwäge bitte, professionelle Unterstützung zu suchen. Dieser Kurs ist eine wertvolle Ergänzung — aber kein Ersatz für qualifizierte Begleitung bei anhaltenden Belastungen.

Forschungskontext

Das Konzept der „Readiness" wird in der klinischen Psychologie seit Jahrzehnten erforscht.

Prochaska & DiClemente (1983) entwickelten das Transtheoretische Modell, das zeigt: Veränderung beginnt nicht bei der Handlung, sondern bei der ehrlichen Bestandsaufnahme. Deine Selbsteinschätzung hier folgt dieser Logik.

Übung

Selbsteinschätzung: Die vier Dimensionen

Bewerte dich auf einer Skala von 1–10 in jeder Dimension:

  1. Kopf (Kognitiv): Wie klar sind deine Gedanken? ___/10
  2. Körper (Somatisch): Wie verbunden fühlst du dich mit deinem Körper? ___/10
  3. Herz (Emotional): Wie gut kannst du Gefühle wahrnehmen und zulassen? ___/10
  4. Geist (Existenziell): Wie sinnvoll fühlt sich dein Leben gerade an? ___/10

Schreib zu jeder Bewertung 2–3 Sätze, warum du diese Zahl gewählt hast.