de-DEen-US
Umfassende Vorbereitung für psychedelische Bewusstseinserweiterungen.

Psychedelische Vorbereitung

Umfassender Vorbereitungskurs für dein psychedelisches Retreat. Von der inneren Standortbestimmung über Set & Setting bis hin zu Atemtechniken und mentaler Vorbereitung — alles, was du vor deiner Erfahrung wissen und üben solltest.

Was du lernst

  • Du verstehst die wissenschaftliche Grundlage für strukturierte Vorbereitung
  • Du kannst zwischen oberflächlicher und tiefgehender Vorbereitung unterscheiden

Das Eisberg-Prinzip der Vorbereitung

Eisberg-Illustration: Die sichtbare Spitze symbolisiert die psychedelische Erfahrung, der verborgene Teil darunter die umfassende Vorbereitung

Stell dir einen Eisberg vor. Über der Wasserlinie siehst du die sichtbare Vorbereitung: Tasche packen, Anreise planen, vielleicht ein paar Artikel lesen. Das machen die meisten.

Unter der Wasserlinie liegt der Teil, der tatsächlich den Unterschied macht: die innere Vorbereitung. Deine Erwartungen verstehen. Deine Ängste benennen. Deinen Körper vorbereiten. Wissen, was in deinem Gehirn passieren wird. Techniken kennen, die dir helfen, wenn es schwierig wird.

Dieser Kurs bringt dich unter die Wasserlinie.

Was die Forschung sagt

Die psychedelische Forschung der letzten zehn Jahre zeigt ein klares Muster: Vorbereitung ist kein nettes Extra.

Forschung deutet darauf hin, dass die Qualität der Vorbereitung einer der stärksten Prädiktoren für die Art der Erfahrung ist. Nicht die Substanz allein. Nicht die Dosis allein. Sondern das, was du mitbringst — dein innerer Zustand, dein Wissen, deine Bereitschaft.

Das bedeutet konkret:

  • Wer versteht, was passiert, kann leichter loslassen, wenn die Erfahrung intensiv wird
  • Wer emotionale Werkzeuge hat, ist weniger wahrscheinlich von schwierigen Momenten überwältigt
  • Wer klare Intentionen setzt (ohne starre Erwartungen), berichtet häufiger von bedeutsamen Einsichten
  • Wer den Körper vorbereitet, reduziert physisches Unbehagen

Die zwei Arten von Vorbereitung

Es gibt oberflächliche und tiefgehende Vorbereitung. Beide sind nötig, aber nur eine verändert wirklich etwas.

Oberflächliche Vorbereitung (logistisch):

  • Anreise klären
  • Essen und Fasten verstehen
  • Kleidung und persönliche Gegenstände
  • Medikamenten-Interaktionen prüfen (mit ärztlicher Beratung)

Tiefgehende Vorbereitung (innerlich):

  • Eigene emotionale Muster kennen
  • Wissen, was im Gehirn passiert — und warum
  • Techniken zur Selbstregulierung einüben
  • Erwartungen bewusst machen — und dann lockern
  • Einen persönlichen Rahmen schaffen: Warum bin ich hier?

Was Teilnehmer berichten

Menschen, die an unseren Retreats teilgenommen haben und sich vorher strukturiert vorbereitet haben, sagen häufig:

  • „Ich wusste, dass schwierige Momente kommen können. Als sie kamen, konnte ich atmen und bleiben, statt in Panik zu geraten."
  • „Die Übung mit den Erwartungen hat mir geholfen, offen zu bleiben, statt ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen."
  • „Ich hatte vorher Angst. Die Angst ist nicht verschwunden, aber ich habe verstanden, was sie mir sagt."

Das sind keine außergewöhnlichen Menschen. Das sind Menschen, die sich vorbereitet haben.

Was dich in den nächsten Modulen erwartet

Du wirst:

  1. Verstehen, wie Psychedelika auf dein Gehirn wirken — ohne Medizinstudium
  2. Dein Set erkunden — deine Gedanken, Emotionen, Muster, Erwartungen
  3. Dein Setting gestalten — von der Musik bis zur Nachsorge
  4. Praktische Techniken lernen — Atemarbeit, Körperübungen, Erdungstechniken
  5. Integration vorbereiten — damit die Erfahrung nicht im Alltag verpufft

Jeder dieser Schritte macht einen messbaren Unterschied. Nicht weil wir das behaupten, sondern weil die verfügbare Forschung darauf hindeutet.

Forschungskontext

Eine Studie mit über 600 Teilnehmern zeigte, dass die Qualität der Vorbereitung einer der stärksten Prädiktoren für positive Erfahrungen war — stärker als Dosis oder Substanztyp. Die Autoren betonen: Vorbereitung ist kein nettes Extra, sondern ein zentraler Faktor.

Haijen et al., 2018

Übung

Reflexionsübung:

Denk an eine Situation in deinem Leben, auf die du dich gut vorbereitet hast (Prüfung, Gespräch, Reise). Was genau hat die Vorbereitung verändert? Und denk an eine Situation, in die du unvorbereitet gegangen bist. Was war anders? Schreib beide Erfahrungen in 3–5 Sätzen auf.