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Psychedelic Facilitation Training — Umfassende Ausbildung für professionelle psychedelische Begleitung.

Psychedelic Facilitation Training

Die umfassende Ausbildung für angehende psychedelische Facilitatoren. Von ethischer Haltung über Substanzkunde und Krisenintervention bis hin zu Integration und Gruppenarbeit — 14 Module für professionelle Begleitung.

What you'll learn

  • Die zentralen Erkenntnisse aller Module in einer persönlichen Zusammenfassung verdichten
  • Einen konkreten Aktionsplan für die ersten Schritte nach dem Kurs erstellen
  • Weiterführende Ressourcen und Leseempfehlungen für die eigenständige Vertiefung kennen

Ein Weg, kein Ziel

Du hast es geschafft. Vierzehn Module, dutzende Lektionen, hunderte von Seiten — und doch ist das, was du hier gelernt hast, erst der Anfang. Die wahre Ausbildung findet statt, wenn du das Gelernte in die Praxis bringst, wenn du zum ersten Mal einem Menschen in einem veränderten Bewusstseinszustand gegenübersitzt und spürst: Jetzt bin ich gefragt.

Lass uns gemeinsam zurückblicken — und dann nach vorne schauen.

Was du mitgenommen hast — ein Rückblick

In den vergangenen Modulen hast du ein breites Fundament aufgebaut:

Du hast die Geschichte und Philosophie psychedelischer Substanzen kennengelernt und verstanden, warum kultureller Kontext für die Begleitungsarbeit so bedeutsam ist.

Du hast dich mit Neurobiologie und Pharmakologie auseinandergesetzt — nicht um Facharzt zu werden, sondern um das, was in einer Session geschieht, auf körperlicher Ebene einordnen zu können.

Du hast Set und Setting als die beiden entscheidenden Variablen für eine sichere und transformative Erfahrung verinnerlicht — von der Raumgestaltung über die Vorbereitung der Teilnehmer bis zur musikalischen Begleitung.

Du hast gelernt, wie du Sicherheit und Krisenmanagement gewährleistest — was zu tun ist, wenn die Erfahrung schwierig wird, wie du herausfordernde Situationen hältst und wann du an Fachkräfte verweist.

Du hast die Kunst der Integrationsbegleitung kennengelernt — den oft unterschätzten Prozess, in dem das Erlebte in den Alltag übersetzt wird.

Du hast dich mit ethischen Grundsätzen beschäftigt, mit Machtdynamiken, Grenzen und der Verantwortung, die deine Rolle mit sich bringt.

Und du hast begonnen, deinen eigenen Facilitator-Kompass zu entwickeln — eine persönliche Haltung, die dich durch die kommenden Jahre tragen wird.

Dein persönlicher Aktionsplan

Wissen ohne Handlung bleibt theoretisch. Daher ist jetzt der Moment, konkret zu werden. Ein wirksamer Aktionsplan umfasst:

In den nächsten 7 Tagen:

  • Schreibe deine persönliche Begleitungsphilosophie auf (sie muss nicht perfekt sein — ein erster Entwurf genügt)
  • Identifiziere zwei bis drei potenzielle Peer-Supervisions-Partner und kontaktiere sie
  • Bestelle oder lade ein Buch von der Leseliste herunter

In den nächsten 30 Tagen:

  • Nimm an einer Peer-Gruppe teil oder gründe eine eigene
  • Recherchiere Supervisionsangebote in deiner Region
  • Absolviere eine eigene Achtsamkeits- oder Körperpraxis als regelmäßige Routine

In den nächsten 90 Tagen:

  • Begleite eine Session unter Supervision oder als Co-Facilitator
  • Melde dich für eine Konferenz oder Fachtagung an
  • Überprüfe deinen Facilitator-Kompass und aktualisiere ihn

Community of Practice

Du bist nicht allein auf diesem Weg. Die psychedelische Begleitungs-Community wächst, und der Austausch mit Gleichgesinnten ist einer der wertvollsten Aspekte deiner Weiterentwicklung.

Suche aktiv nach:

  • Lokalen Netzwerken — Stammtische, Arbeitsgruppen, Supervisionsgruppen in deiner Stadt
  • Online-Communities — Foren und Plattformen, die sich an Facilitatoren richten
  • Mentoring-Beziehungen — erfahrene Facilitatoren, die bereit sind, ihr Wissen zu teilen

Eine Community of Practice lebt von Gegenseitigkeit: Nimm, was du brauchst, und gib, was du kannst.

Empfohlene Leseliste

Diese Bücher begleiten dich auf deinem weiteren Weg:

Stanislav GrofLSD Psychotherapy und The Way of the Psychonaut: Grof ist einer der Pioniere der psychedelischen Forschung. Seine Arbeiten zur holotropen Erfahrung und zur kartografischen Darstellung des Bewusstseins sind Grundlagenwissen für jeden Facilitator.

Françoise BourzatConsciousness Medicine: Ein praktisches und zugleich tiefgründiges Handbuch für die psychedelische Begleitung. Bourzat verbindet indigene Weisheit mit zeitgenössischer Praxis und bietet eine der umfassendsten Darstellungen der Facilitator-Rolle.

Michael PollanHow to Change Your Mind: Pollans journalistische Erkundung der psychedelischen Renaissance macht die Forschung für ein breites Publikum zugänglich und ist ein guter Einstieg für Teilnehmer, die du an Literatur verweisen möchtest.

James FadimanThe Psychedelic Explorer's Guide: Fadimans Werk ist ein Klassiker, der praktische Leitlinien für sichere und sinnvolle Erfahrungen bietet. Besonders sein Kapitel über Set und Setting bleibt hochrelevant.

Darüber hinaus empfehlenswert: The Varieties of Religious Experience von William James für den philosophischen Kontext, In the Realm of Hungry Ghosts von Gabor Maté für ein tiefes Verständnis von Sucht und Trauma, sowie Waking Up von Sam Harris für die Verbindung von Meditation und verändertem Bewusstsein.

Ein letztes Wort

Dieser Kurs hat dir Wissen, Werkzeuge und Orientierung gegeben. Aber das Wichtigste, was du in die Begleitungsarbeit mitbringst, lässt sich nicht in Lektionen vermitteln: deine menschliche Präsenz.

Es ist deine Fähigkeit, einfach da zu sein. Still, offen, unerschrocken. Es ist dein Mut, dich dem Unbekannten zu stellen — nicht nur in den Erfahrungen deiner Teilnehmer, sondern auch in dir selbst.

Die psychedelische Begleitungsarbeit ist eine der tiefgreifendsten Formen menschlicher Begegnung. Sie fordert dich heraus, sie demütigt dich, und sie beschenkt dich mit Momenten von atemberaubender Schönheit.

Geh diesen Weg mit Neugier, mit Sorgfalt und mit dem Vertrauen, dass du genug bist — nicht trotz deiner Unvollkommenheiten, sondern mit ihnen.

Wir freuen uns darauf, von deinem Weg zu hören. Willkommen in der Gemeinschaft der Facilitatoren.

Research Context

Forschung deutet darauf hin, dass der Transfer von Ausbildungsinhalten in die Praxis signifikant höher ist, wenn Absolventen einen strukturierten Aktionsplan erstellen und in eine Community of Practice eingebunden bleiben.

Gonsalvez & Calvert, „Competency-based models of supervision", Australian Psychologist, 2014.

Exercise

Dieser Kurs endet hier — dein Weg als Facilitator beginnt jetzt erst richtig. Nimm dir nach dem Lesen dieser letzten Lektion eine halbe Stunde, um deinen persönlichen Aktionsplan zu schreiben. Was tust du in den nächsten sieben Tagen?