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Psychedelic Facilitation Training — Umfassende Ausbildung für professionelle psychedelische Begleitung.

Psychedelic Facilitation Training

Die umfassende Ausbildung für angehende psychedelische Facilitatoren. Von ethischer Haltung über Substanzkunde und Krisenintervention bis hin zu Integration und Gruppenarbeit — 14 Module für professionelle Begleitung.

What you'll learn

  • Die wichtigsten Konferenzen, Netzwerke und Weiterbildungsmöglichkeiten im psychedelischen Feld kennen
  • Ein persönliches Weiterbildungskonzept mit Peer-Gruppen und Mentoring entwickeln
  • Interdisziplinäre Lernquellen für die eigene Begleitungspraxis identifizieren

Lernen hört nie auf — besonders in diesem Feld

Die psychedelische Begleitung ist ein junges und dynamisch wachsendes Feld. Was vor fünf Jahren noch Randwissen war, kann heute etablierter Standard sein. Und was heute als Best Practice gilt, wird morgen durch neue Erkenntnisse ergänzt oder verändert. Deine Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen, ist daher keine Kür — sie ist Kernkompetenz.

Konferenzen und Fachtagungen

Mehrere internationale Konferenzen bieten die Möglichkeit, sich mit Forschern, Facilitatoren und Praktikern auszutauschen:

Breaking Convention (London, alle zwei Jahre) ist die größte multidisziplinäre Konferenz zu psychedelischen Substanzen in Europa. Hier treffen Wissenschaft, Kunst, Kultur und Praxis aufeinander. Die Breite der Themen — von Neurochemie bis Kulturgeschichte — macht sie besonders wertvoll für Facilitatoren, die über den eigenen Tellerrand blicken wollen.

ICPR — Interdisciplinary Conference on Psychedelic Research (ursprünglich in den Niederlanden) bringt Forscher aus aller Welt zusammen und fokussiert stärker auf wissenschaftliche Evidenz und klinische Anwendungen.

INSIGHT Conference (Berlin) verbindet europäische Perspektiven mit globaler Forschung und ist besonders für den deutschsprachigen Raum relevant.

Neben diesen großen Veranstaltungen gibt es zunehmend regionale Symposien und Workshops, die kürzere Anreisen und intensiveren Austausch ermöglichen.

Netzwerke im deutschsprachigen Raum

GSPRD — Gesellschaft für psychedelische Forschung und Entwicklung ist eine der wichtigsten Anlaufstellen im deutschsprachigen Raum. Sie vernetzt Forscher, Praktizierer und Interessierte und bietet regelmäßig Veranstaltungen und Informationsplattformen.

MIND Foundation (Berlin) fördert psychedelische Forschung und Bildung und bietet mit der MIND Academy strukturierte Weiterbildungsprogramme an.

Der Aufbau lokaler Netzwerke ist ebenso wertvoll. Suche in deiner Region nach Gleichgesinnten — oft entstehen die tiefsten professionellen Verbindungen in kleinen, regelmäßigen Austauschgruppen.

Peer-Gruppen und Mentoring

Peer-Gruppen sind Lerngemeinschaften auf Augenhöhe. Idealerweise triffst du dich monatlich mit drei bis sechs anderen Facilitatoren, um Fälle zu besprechen, neue Methoden auszuprobieren und einander weiterzuentwickeln. Der Wert liegt in der Kontinuität: Über Monate und Jahre entsteht ein Vertrauensraum, in dem auch Unsicherheiten offen benannt werden können.

Mentoring ergänzt die Peer-Gruppe um eine asymmetrische Beziehung: Ein erfahrener Facilitator begleitet dich über einen definierten Zeitraum. Gutes Mentoring umfasst:

  • Regelmäßige Reflexionsgespräche (alle zwei bis vier Wochen)
  • Gemeinsame Analyse deiner Begleitungsarbeit
  • Ehrliches, wohlwollendes Feedback
  • Unterstützung bei schwierigen Entscheidungen

Aktuell bleiben mit der Forschung

Das psychedelische Forschungsfeld wächst rasant. Um den Überblick zu behalten, empfehlen sich folgende Strategien:

  • PubMed-Alerts einrichten für Suchbegriffe wie „psychedelic-assisted", „psilocybin", „LSD facilitation"
  • Preprint-Server wie bioRxiv und PsyArXiv regelmäßig prüfen — hier erscheinen Ergebnisse oft Monate vor der Fachzeitschrift
  • Newsletter abonnieren: MAPS Bulletin, Chacruna Institute, Psychedelic Alpha
  • Podcasts als niedrigschwelliger Einstieg: „Psychedelics Today", „Third Wave Podcast", „New Thinking Allowed"

Interdisziplinäres Lernen

Die besten Facilitatoren lernen nicht nur im eigenen Feld. Wertvolle Impulse kommen aus:

  • Achtsamkeitsforschung und Meditationspraxis — für Präsenz und innere Stabilität
  • Körperarbeit (Somatic Experiencing, Craniosacral, Breathwork) — für somatisches Verständnis
  • Anthropologie und Ethnobotanik — für kulturelle Kontextualisierung psychedelischer Praktiken
  • Philosophie und Phänomenologie — für ein tieferes Verständnis von Bewusstsein und Erfahrung
  • Gruppendynamik und Organisationsentwicklung — für die Arbeit mit Gruppen

Professionelle Identität aufbauen

Deine professionelle Identität als Facilitator entwickelt sich über Jahre. Sie speist sich aus deiner Ausbildung, deiner Erfahrung, deinem Netzwerk und deiner fortlaufenden Reflexion. Erlaube dir, in dieser Identität zu wachsen — ohne sie vorschnell festzuschreiben.

Frag dich regelmäßig: Was macht meine Begleitung einzigartig? Welche Qualitäten bringe ich mit, die kein Lehrbuch vermittelt? Und wo will ich in drei Jahren stehen?

Research Context

Forschung deutet darauf hin, dass Facilitatoren, die regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen und in professionelle Netzwerke eingebunden sind, höhere Kompetenzwerte und niedrigere Burnout-Raten aufweisen.

Brennan & Belser, „Psychedelic-Assisted Psychotherapy Training", Frontiers in Psychiatry, 2022.

Exercise

Erstelle dir eine persönliche Leseliste mit drei Kategorien: Grundlagenwissen (Neurowissenschaft, Bewusstseinsforschung), Praxiswissen (Begleitung, Gruppendynamik) und Horizonterweiterung (Philosophie, Kunst, Anthropologie).